SGH TAEKWONDO

Taekwondo

Auf nahezu jeder Web-Site eines Taekwondo-Verbandes oder eines Taekwondo-Vereins, als auch auf Wikipedia kann man lesen, worum es sich bei Taekwondo handelt. Deshalb soll hier nur eine kurze Darstellung vorgenommen werden.

Es gibt viele verschiedene ost- und südostasiatische Kampfkünste. Zwei davon haben es zur offiziellen olympischen Sportart gebracht, zum einen das japanische JUDO, das seit 1964 olympisch ist und zum anderen das koreanische TAEKWONDO, das seit dem Jahre 2000 bei olympischen Spielen ausgetragen wird.

In Deutschland wurde Taekwondo erstmals im Jahre 1965 in München durch ein Militärteam um General Choi, Hong-Hi und unter Mitwirkung des Sportjournalisten Kwon, Jae-Hwa der Öffentlichkeit vorgestellt.

Danach eröffneten einige Koreaner in Deutschland Sportschulen und lehrten uns diese Kampfkunst, welche zunächst als Sektion im Deutschen Judo Bund -DJB- organisiert wurde; 1981 trennte man sich vom DJB und gründete die Deutsche Taekwondo Union -DTU-. Diese wiederum unterteilt sich in einzelne Landesverbände. Da sich die DTU auch dem 1973 gegründeten und 1980 vom IOC anerkannten Weltverband ,World Taekwondo' und der Europäischen Taekwondo Union -ETU- anschloss, konnte sie sich als einziger vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannter Taekwondoverband in Deutschland etablieren und, bei entsprechender Qualifikation, SportlerInnen zu olympischen Spielen entsenden, wo jedoch nur der Zweikampf bestritten wird.

Taekwondo beinhaltet aber auch die Disziplinen Formenlauf (Poomsae), Ein-, Zwei- oder Drei-Schrittkampf als Vorstufe zum freien Zweikampf, Selbstverteidigung und den Bruchtest. Sowohl im Zweikampf als auch im Formenlauf finden regelmäßig Wettbewerbe statt. Ausgetragen werden regionale Landesmeisterschaften, deutsche- und europäische Meisterschaften bis hin zu Weltmeisterschaften und olympischen Spielen.

Taekwondo ist aber viel mehr als ,,nur" eine Sportart, in welcher man sich bewegt und gesund und fit halten kann, Taekwon DO wirkt darüber hinaus auf die Gesamtpersönlichkeit, es schafft Selbstvertrauen, Willenskraft und Ausdauer und beeinflusst positiv die Konzentrationsfähigkeit, was sich durchaus auch auf die schulischen Leistungen von Kindern auswirkt.

Der Übungsraum, koreanisch ,,Do Jang", ist der Ort an dem ,,Do" gelehrt und gelernt wird. Die Techniken Tae (Fuss) und Kwon (Faust) sind eigentlich nur ein Mittel zum Erlernen des ,,Do". Das ,,Do Jang" ist also eher ein Erziehungsraum als ein Raum zur Körperertüchtigung. Der, koreanisch SabeumNim genannte Meister ist nicht nur ein Trainer, sondern ein Lehrer im Sinne von Erzieher.

Taekwondo ist eine Kampfkunst/Sportart, die nicht nur den Körper sondern auch den Geist trainiert, die Mitgefühl und Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kameradschaft entwickelt.



Karl-Josef Ottermann, 8. Dan
Taekwondo-Instructor "A"
Internationaler Prüfer des Kukkiwon